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Ratgeber Bauen und Sanieren

Unterschiedliche Dämmmöglichkeiten für Massivhäuser

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Mit der Energieeinsparverordnung gibt es neue Vorschriften, die von Ihnen als kommenden Bauherrn eingehalten werden müssen. Die Vorschriften bezüglich der Energiesparverordnung gelten auch für die Dämmung eines Massivebaus. Grundsätzlich gibt es drei Oberbegriffe für die Dämmung von Massivhäusern. Die Außendämmung, die Kerndämmung und der 36er Ziegel.

Bild bei: MassivWertHaus

Die Außendämmung am Massivbau
Für die Außendämmung (Wärmedämmung) werden Dämmstoffe wie Holzfasern, Perlite, Kunststoffe (Styropor) oder auch Mineralschäume verwendet. Diese werden in das Mauerwerk integriert. Der jeweilige Dämmstoff wird mit Mörtel oder Kleber an der Außenwand befestigt. Sind die Dämmstoffe zu schwer, können sie auch mit Dübeln angebracht werden. Geschützt gegen Umwelt- und/oder witterungsbedingte einflüsse werden Dämmstoffe mit Unterputz. Dieser wird auf den Dämmstoffen angebracht. Abschließend können Sie die Dämmung mit einem Baustoff Ihrer Wahl versiegeln. Hierzu eignen sich Klinker, Farbe, Holzschalung oder Eternitplatten. Zum abschließenden Baustoff gibt es keine speziellen Vorschriften. Vorteile der Außendämmung sind die optimale Speicherung der Innentemperatur sowohl im Winter als auch im Sommer. Die Wände sind vor Frostschäden geschützt. Ein Manko ist der fehlende Brandschutz. Wurde die Schutzvorrichtung beschädigt, steigt die Brandgefahr enorm. Wenn das Dämmmaterial aus Kunststoff besteht, können sich zusätzlich giftige Gase entwickeln.

Die 36er-Ziegel-Dämmung
Ein Massivbau kann auch mit Hilfe eines 36er Mauerwerks nachträglich gedämmt werden. Hier wird die Wärmedämmung durch einen Ziegelbau erzeugt. Damit ein ausreichender Schutz entsteht, müssen Sie 36 Zentimeter dicke Ziegel zur Bearbeitung der Außenwand verwenden. Die Ziegel sind mit Lufteinschlüssen versehen, die bei der Isolierung als Hilfe fungieren. Es gibt auch Ziegel, in die bereits eine Dämmung integriert wurde. Zusätzliche Dämmkosten sollen dabei entfallen. Dies hat jedoch auch Nachteile, denn leider ist die 36er-Ziegel-Dämmung schlechter als ein Vollwärmeschutz. Bei der Ziegel-Methode können sich außerdem wesentlich schneller Wärmebrücken bilden. Lassen Sie sich daher bei der Abnahme des Baus einen Energieausweis ausstellen. Darüber hinaus haben Sie bei einem 36er Mauerwerk die Möglichkeit eine zusätzliche Außendämmung zu befestigen. Dabei sollten Sie jedoch die Kosten im Auge behalten.

Variante 3: Die Kerndämmung
Die Kerndämmung ist im Grunde eine Kombination von der 1. und 2. Variante. Ist die zu dämmende Wand zweischalig, muss die Dämmung im Bereich dazwischen angebracht werden. In der Tat sieht das so aus, dass die Innendämmung auf dem Mauerwerk befestigt und diese gleichzeitig von einem Mauerwerk umgeben wird. Dabei kommen Dämmstoffplatten oder Einblasdämmungen zum Tragen. Ein Pluspunkt hierfür ist die Langlebigkeit, da sie von der Witterung nicht beeinflusst wird. Ebenso ist bei der Kerndämmung der Brandschutz besser. Außenarbeiten können fortlaufend erledigt werden. Aber auch bei dieser Methode gibt es einen Nachteil. Die tragenden Wände sind hinsichtlich Temperaturschwankungen sehr empfindlich. Sind die Wettereinflüsse ungünstig, können Risse entstehen. Muss die Innendämmung nachträglich korrigiert werden, ist dies nicht in allen Fällen möglich. Dies kann besonders bei einem Schädlingsbefall sehr problematisch sein.

Autor: Sotirios Marinis

Hallo. Hier schreibt Sotirios Marinis. Seit rund 15 Jahren bin ich in der Baubranche tätig. Aufgrund dieser langen Zeit konnte ich mir viele fachliche Kenntnisse erwerben, das ich gerne hier mit Euch teilen möchte…

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