Bau-Fachwissen

Ratgeber Bauen und Sanieren

Dachbaus

Die Erweiterung des Dachbaus kann den Wohnraum effizient vergrößern

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Denkt man darüber nach, sein Eigenheim grundlegend energetisch effizient zu verbessern oder durch einen Anbau zu ergänzen, sollte man nicht die Möglichkeit außer Betracht lassen, den Dachstuhl zu diesem Zweck auszubauen. In den meisten Fällen nämlich ist dies die billigste und auch einfachste Variante, den Wohnraum der Eigentumswohnung zu erweitern – und es fördert auch die Energieeffizienz. Allerdings sollte man den Dachstuhl vorher auf einige Dinge prüfen lassen.

Zuerst muss geklärt werden, ob für die Erweiterung eine Baugenehmigung nötig ist. Es zahlt sich aus, das Dach vom Fachmann auf etwaige Mängel untersuchen und ausbessern zu lassen. Der Dachboden sollte dicht sein. Man sollte auch beachten, dass Wasser und Heizungsrohre sowie elektronische Leitungen vermutlich neu gelegt werden müssen. Wohnräume müssen zudem laut den Landesbauordnungen mindestens zur Hälfte eine Höhe von 2,30 Metern besitzen. Viele dieser Dinge und deren genaue Planung kann ein Fachmann übernehmen – die Dämmung des Daches oder etwa die Fußbodenausstattung kann man auch als Privatperson übernehmen.

Ist das Dach einmal ausgebaut, muss es die Bedingungen der EnEV – der aktuellen Energiesparverordnung – erfüllen. Laut diesen darf das Dach höchstens über einen Wert von 0,24 W/(m²K) verfügen, weshalb oft eine zusätzliche Wärmedämmung durchgeführt werden sollte. Einfache Dämmungen von innen kann man bereits selbst anbringen, für die optimale Abdeckung sollte man sich mit einem Handwerker oder Architekten beraten.

Empfehlenswert ist zudem der Einbau von Fenstern. Heutzutage können die Dachfenster bedenkenlos eingesetzt werden, ohne dass man einen Energieverlust zu fürchten brauch – dafür sind sie inzwischen energieeffizient genug. Lassen sie zudem genug Wärme nach innen hinein, wird das Haus auf diese Weise gerade im Winter erwärmt – gerade bei Schrägdächern darf man diesen Effekt nicht unterschätzen. Im Sommer lassen sich die Fenster mit Bedeckungen oder Rollläden versehen, sodass eine zu starke Erhitzung vermieden wird.

Auch wenn der Ausbau des Dachstuhls zu den günstigsten Erweiterungsmöglichkeiten des Wohnraumes zählt, so sollte man dennoch eine Investition von mindestens 20.000 Euro einrechnen – je nach der Größe der Ausbaupläne und dem Zustand des Daches. Wer einige Arbeiten selbst übernehmen will, kann wiederum an anderer Stelle Kosten vermeiden. Auch sehenswert ist das Programm „Energieeffizient Sanieren“ von der KfW-Förderbank, welches einem ab einer bestimmten Wärmedämmung des Daches Kredite zur Verfügung stellen kann.

2 Kommentare

  1. Ich finde einen Dachausbau toll. Nur im Sommer kann es da oben ganz schön warm werden, da muss man darauf achten, dass man gute Abdeckungsmöglichkeiten für die Fenster hat. Und natürlich benötigt man eine gute Dichtung, damit es im Winter nicht kalt wird.

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