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Ratgeber Bauen und Sanieren

Die Wandgestaltung – Streichputz oder Tapeten?

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In regelmäßigen Abständen sollte man seine Wohnung oder sein Haus renovieren. Nicht nur, damit die Zimmer ordentlich aussehen, sondern auch das Raumambiente angenehm ist. Bei der Auswahl der Hilfsmittel steht man schnell vor der Entscheidung, welche Materialien sich für die eigenen Zimmer am besten eignen. Wer seine Wände neu gestalten möchte, muss nicht unbedingt tapezieren, mittlerweile besteht auch die Möglichkeit, Streichputz auf die Wände aufzubringen. Tapezieren ist nicht immer einfach. Besonders in Räumen mit Dachschrägen bedarf es handwerklicher Geschicklichkeit, die ausgewählten Tapeten sauber ankleben zu können. Fehlt einem das nötige Geschick, können sich unschöne Risse, Knicke und Beulen bilden.

Kostenunterschiede bei Wandgestaltungen
Qualitativ hochwertige Tapeten sind nicht gerade günstig. Die einfachste und preisgünstigste Tapete ist die Raufasertapete. Aufgrund ihrer Struktur ist sie nicht gerade einfach zu verkleben. Da Raufasertapete auf der Oberfläche unbehandelt ist, wird sie in der Regel nach dem tapezieren noch gestrichen. Hierbei sollte man allerdings ein bis zwei Tage vergehen lassen, damit jegliche Feuchtigkeit abtrocknen kann. Streicht man eine Raufasertapete zu früh, kann es sein, dass sie sich wieder von der Wand löst und herunterfällt. Tapeten mit Muster, die nach dem Tapezieren nicht mehr gestrichen werden müssen, sind noch schwieriger zu tapezieren, da hierbei auch der Musterverlauf berücksichtigt werden muss.

Mustertapete von Tapetenmax

Aufgrund des Musterverlaufes kann es dazu kommen, dass man von einer Mustertapete bedeutend mehr Rollen kaufen muss, wie von einer einfarbigen Tapete. Würde man den Musterverlauf nicht berücksichtigen, wäre dieser nicht fortlaufend und die Wände sähen angestückelt aus. Wer nicht das nötige Geschick zum Tapezieren hat, muss zusätzlich zu den Materialkosten noch einen Handwerker bezahlen. Die Wandverschönerung mit Streichputz ist da wesentlich einfacher und kostengünstiger. Streichputz ist im Handel in den unterschiedlichsten Gebindegrößen erhältlich. Möchte man seine Wände farblich abtönen, kann man dies auch bei Streichputz. Entweder überstreicht man die Wände nach der Aufbringung und Abtrocknung mit einer Wandfarbe, oder mischt dem Streichputz einfach vor der Aufbringung die gewünschten Pigmente bei.

Streichputz kann einfach aufgestrichen werden, oder mithilfe bestimmter Wischtechniken die gewünschte Optik erhalten. Die Möglichkeiten sind flexibel. Farblich und optisch kann man die Räume so gestalten, wie man es sich wünscht. Die Kosten sind günstig und die Aufbringung auch für Laien möglich.

Die Vorarbeiten sind identisch
Egal, ob man sich nun für Tapeten oder Streichputz entscheidet, die Vorarbeiten sind identisch. Bevor man eine wand neu gestalten kann, müssen Löcher, Risse oder Makel mit einer Spachtelmasse ausgeglichen werden. Weder Streichputz noch Tapeten sind ansonsten in der Lage, diese zu kaschieren. Der Arbeitsaufwand und die Kosten für die Vorarbeiten sind daher bei beiden wandgestaltungsmöglichkeiten gleich.

Streichputz hat zusätzlich noch den Vorteil, dass er sich in Feuchträumen nicht ablöst. Tapetenränder können sich in Bädern oder Küchen ablösen, wenn häufig Wasserdampf oder Schwaden entstehen. Bei der Wahl der passenden Wandgestaltung sollte daher nicht nur der eigene Geschmack entscheiden, sondern auch das persönliche handwerkliche Geschick und die aufzuwendenden Kosten mit berücksichtigt werden.

Autor: Sotirios Marinis

Hallo. Hier schreibt Sotirios Marinis. Seit rund 15 Jahren bin ich in der Baubranche tätig. Aufgrund dieser langen Zeit konnte ich mir viele fachliche Kenntnisse erwerben, das ich gerne hier mit Euch teilen möchte…

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